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Handwerkerin in Uniform im Schreiner-Betrieb

Frauen im Handwerk: Talente entdecken und fördern

Denise Zschäpe

Früher dominiert von Männern, hat sich das Bild des Handwerks im Laufe der Zeit gewandelt. Heute sind Frauen im Handwerk keine Kuriosität mehr, sondern ein wichtiger Bestandteil der Branche. In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf Veränderungen, aktuelle Zahlen und Statistiken, aufkommende Trends und die vielversprechende nächste Generation junger Frauen im Handwerk. Außerdem werden wir einen Überblick über die verschiedenen Handwerksberufe geben, die Frauen ermutigen, selbst Hand anzulegen.

Inhalt

Frauen in handwerklichen Berufen: Früher vs. Heute

Früher wurden Frauen im Handwerk oft mit Skepsis behandelt und ihre Fähigkeiten angezweifelt. Traditionell wurden Handwerksberufe als Männerdomäne angesehen. Doch in den letzten Jahrzehnten hat sich das traditionelle Rollenbild verändert. Immer mehr junge Frauen entscheiden sich für eine Karriere im Handwerk und beweisen ihre ebenso starken Fähigkeiten. Sie zeigen, dass sie genauso kompetent und leidenschaftlich sind wie ihre männlichen Kollegen.

Die Barrieren und Vorurteile, denen sie einst gegenüberstanden, werden Stück für Stück abgebaut. Dadurch hat sich auch die gesellschaftliche Wahrnehmung von Frauen in handwerklichen Berufen gewandelt. Sie werden zunehmend als kompetente Fachkräfte anerkannt und ihre Präsenz in diesen Berufen als normal und wertvoll angesehen.
Ein erwünschter Nebeneffekt: Mehr Frauen fühlen sich ermutigt, eine Laufbahn in einem handwerklichen Beruf zu starten.

Obwohl es noch Herausforderungen gibt und manche Vorurteile weiterhin bestehen, ist der Wandel in Bezug auf Frauen in handwerklichen Berufen deutlich sichtbar. Heute haben sie die Chance, ihre beruflichen Träume zu verfolgen – unabhängig von traditionellen Geschlechterrollen. Dies ist ein positives Zeichen für eine inklusive und gleichberechtigte Gesellschaft, die wir anstreben.

Aufwärtstrend für Frauen im Handwerk

Statistiken spiegeln diese Verschiebung wider und verzeichnen einen Anstieg der weiblichen Präsenz im Handwerk. Laut aktuellen Erhebungen sind fast 17 % der Beschäftigten im Handwerk Frauen. Besonders in Bereichen wie Floristik, Raumausstattung, Schneiderei und Gebäudereinigung sind Frauen stark vertreten. Doch auch in traditionell männlich geprägten Gewerken wie Elektrotechnik, Schreinerei oder Metallbau sind immer mehr Frauen anzutreffen. In den gewerblich-technischen Berufen bleiben Frauen daher aktuell zwar noch unterrepräsentiert, jedoch sehen das viele Frauen im Handwerk als Vorteil und bezeichnen sich als die glückliche Minderheit

Wenn Frauen sich bewusst für eine Karriere im Handwerk entscheiden, eröffnen sich ihnen nicht nur hervorragende Perspektiven für die Zukunft. Oftmals erfahren sie auch eine außergewöhnliche Erfüllung durch ihre Berufswahl. Dies wird durch eine umfassende Studie von Dr. Ann-Kathrin Blankenberg vom Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik und Mittelstandsforschung an der Georg-August-Universität Göttingen deutlich, in der knapp 2.000 Handwerkerinnen und Handwerker befragt wurden. Die Studie mit dem Titel „Handwerksstolz“ zeigt, dass Frauen eine überdurchschnittlich hohe Zufriedenheit über ihren Beruf empfinden. Beeindruckende 86 % der befragten Frauen geben an, dass der Handwerksberuf ihnen ein gutes Gefühl vermittelt und sie in ihrem Beruf ihre wahre Leidenschaft gefunden haben.

Besonders erfreulich ist deshalb auch die Entwicklung, dass inzwischen jeder fünfte Handwerksbetrieb von einer Frau geleitet wird.

Frau mit verschränkten Armen vor der Brust im blauen Kleid steht vor einem Regal.

Die nächste Generation: Junge Frauen im Handwerk

Die jungen Frauen von heute tragen einen Großteil der Zukunft des Handwerks in den Händen, wenn sie ihre Chance ergreifen. Immer mehr Schülerinnen interessieren sich für handwerkliche Berufe und nutzen ihre Kreativität, um neue Wege zu beschreiten. 

Diese mutigen und zielstrebigen Frauen bringen nicht nur ihr handwerkliches Talent mit, sondern auch ihre Leidenschaft und ihr Durchsetzungsvermögen. Sie sind bereit, Stereotype zu durchbrechen und zeigen, dass Geschlecht keine Rolle spielt, wenn es um handwerkliche Fähigkeiten und kreative Lösungen geht.

Das bedeutet: frischer Wind für das Handwerk.

Beliebte Handwerksberufe bei Frauen 

Die Palette der Handwerksberufe, die Frauen ergreifen können, ist breit gefächert. Hier sind einige beliebte Beispiele:

  • Elektrotechnikerin
  • Schreinerin
  • Metallbauerin
  • Raumausstatterin
  • Goldschmiedin
  • Fliesenlegerin

Diese Liste von Berufen enthält nur einige Beispiele für beliebte Handwerksberufe unter Frauen

Bestehende Vorurteile und Klischees gegen Frauen

Trotz des zunehmenden Erfolgs und der Anerkennung von Frauen im Handwerk gibt es immer noch Mythen und Klischees, die überwunden werden müssen. Ein verbreiteter Mythos ist beispielsweise, dass Frauen körperlich nicht stark genug für handwerkliche Arbeiten seien – doch die Realität beweist das Gegenteil. Frauen im Handwerk bringen ihre eigenen Stärken und Talente in die Branche ein. Zudem hat die Entwicklung der Digitalisierung und Automatisierung in vielen Bereichen den Anteil von körperlich schwerer Arbeit gemindert. 

Digitalisierungstrends im Handwerk: Unser Ausblick auf die nächsten Jahre

Das Handwerk befindet sich in einem spannenden Wandel. Die steigende Anzahl von Frauen zeigt, dass Geschlechterstereotypen überwunden werden und Frauen immer häufiger die gleichen Chancen wie Männer erhalten. 

Diese positive Entwicklung wird durch Digitalisierungstrends weiter bestärkt. Gerade junge Menschen sind Vorreiter bei der Nutzung digitaler Tools, um ihre Arbeit effizienter und produktiver zu gestalten. Mit ihrer Kombination aus technischem Geschick, Kreativität und Innovationsgeist werden weibliche Talente das Handwerk in den kommenden Jahren also maßgeblich prägen.

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FAQs

In welchem Handwerk arbeiten die meisten Frauen?

Besonders hohe Frauenanteile zeigen sich bei Ausbildungen in kreativen Handwerksberufen. Weit oben rangiert beispielsweise der Beruf der Goldschmiedin mit 73,4 %.

Wie viel Prozent der Handwerker sind Frauen?

Statistiken zeigen im Handwerk eine Frauenquote von rund 17 %. Doch Frauen, die einem handwerklichen Beruf nachgehen, empfinden eine überdurchschnittlich hohe Zufriedenheit. Beeindruckende 86,6 % der befragten Frauen in einer Studie geben an, dass der Handwerksberuf ihnen ein gutes Gefühl vermittelt. Es ist daher zu erwarten, dass dieser bisher kleine Prozentanteil zukünftig ansteigen wird. 

Warum sollen Frauen ins Handwerk?

Es gibt mehrere Gründe, warum Menschen unabhängig ihres Geschlechts ins Handwerk gehen sollten:

  • Vielfalt und Perspektiven
  • Fachkräftemangel
  • Attraktive Karrieremöglichkeiten
  • Selbstbestimmung und Unabhängigkeit

Warum arbeiten so wenig Frauen im Handwerk?

Es gibt verschiedene Gründe, warum vergleichsweise wenige Frauen im Handwerk arbeiten. Angefangen bei dem traditionellen Rollenbild, dass Handwerksberufe Männersache sind, noch wenig Vorbilder für die nötige Inspiration sorgen und viele Frauen sich einfach nur weniger gut vorstellen können, im Handwerk Fuß zu fassen. 

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