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Illustration eines strukturierten Lagerregals mit Werkzeugen und Materialkisten, symbolisch für Lagerverwaltung und Wareneinsatz im Handwerk.

Lager, Einkauf, Wareneinsatz: Bestände sauber führen und verbuchen

Jonas Zabel

Du kaufst Material für mehrere Baustellen gleichzeitig. Ein Teil wird sofort verbaut, anderes landet im Lager. Drei Wochen später steht Dein Monteur vor einem Regal und fragt: Haben wir noch genug Kabel für die Baustelle morgen? Du weißt es nicht genau. Am Monatsende kommt die Überraschung: Der Materialaufwand ist viel höher als gedacht. Wo ist das ganze Material geblieben? Saubere Lagerhaltung und korrekte Verbuchung des Wareneinsatzes sind für viele Handwerksbetriebe eine Herausforderung. Doch ohne System verlierst Du schnell den Überblick, Material verschwindet, die Kalkulation stimmt nicht mehr. In diesem Beitrag erfährst Du, wie Du Dein Lager strukturiert führst, Wareneinsatz korrekt verbuchst und durch cleveren Einkauf Materialkosten senkst.

Effiziente und saubere Lagerhaltung im Handwerk

Material ist für viele Handwerksbetriebe einer der größten Kostenblöcke. Ohne Kontrolle über Bestände und Wareneinsatz verschenkst Du bares Geld.

Typische Probleme bei chaotischer Lagerhaltung:

  • Du kaufst Material doppelt, weil Du nicht weißt, was noch da ist
  • Material liegt Jahre im Lager und wird nie verbaut (totes Kapital)
  • Du kannst nicht nachvollziehen, welches Material für welches Projekt verbraucht wurde
  • Bei der Inventur stellst Du fest, dass Bestände fehlen (Schwund)
  • Die Materialkosten in der Kalkulation stimmen nicht mit der Realität überein
  • Liquiditätsprobleme durch zu hohe Lagerbestände

Vorteile von sauberer Lagerhaltung:

  • Du weißt jederzeit, welches Material in welcher Menge vorrätig ist
  • Du kannst Material gezielt für Projekte einsetzen und korrekt kalkulieren
  • Du vermeidest unnötige Einkäufe und reduzierst Lagerkosten
  • Deine Kalkulation wird präziser, weil der Wareneinsatz stimmt
  • Bei Inventur und Betriebsprüfungen hast Du alle Nachweise parat
  • Bessere Liquidität durch optimierte Bestände

Die Grundprinzipien: Saubere Lagerhaltung basiert auf drei Säulen: Erstens, jeder Wareneingang wird erfasst. Zweitens, jede Entnahme wird dokumentiert. Drittens, regelmäßige Bestandskontrollen sorgen dafür, dass Soll und Ist übereinstimmen. Praxis.

Lagersysteme im Handwerk: Vom Chaos zur Struktur

Nicht jeder Handwerksbetrieb braucht das gleiche Lagersystem. Die Wahl hängt von Betriebsgröße, Sortiment und Projektstruktur ab.

Die drei gängigen Lagersysteme:

1. Verbrauchsorientiertes Lager (kleinere Betriebe)

Material wird eingekauft und sofort einem Projekt zugeordnet. Es gibt kein oder nur ein kleines Lager für häufig benötigtes Standardmaterial.

Vorteile: Geringer Verwaltungsaufwand, keine Kapitalbindung im Lager
Nachteile: Häufige Einkaufsfahrten, keine Mengenrabatte, Verzögerungen bei Materialengpässen

Eignet sich für: Kleine Betriebe mit wenigen Projekten gleichzeitig, Betriebe mit sehr spezifischem Material pro Projekt (z.B. Fensterbau)

2. Projekt- und Vorratslager (mittlere Betriebe)

Es gibt ein Vorratslager für Standardmaterial (z.B. Schrauben, Kabel, Rohre) und projektspezifisches Material wird separat gelagert und direkt dem Projekt zugeordnet.

Vorteile: Standardmaterial immer verfügbar, bessere Mengenrabatte, trotzdem überschaubar
Nachteile: Erfordert Lagerverwaltung und regelmäßige Inventur

Eignet sich für: Mittlere Betriebe mit 5 bis 20 Mitarbeitern, Betriebe mit Standardprodukten (z.B. Elektro, SHK)

3. Zentral gesteuertes Lagersystem (größere Betriebe)

Alle Materialien werden zentral erfasst und verwaltet. Entnahmen erfolgen per Materialausgabe oder digitaler Erfassung. Bestände werden kontinuierlich überwacht.

Vorteile: Volle Transparenz, optimale Bestandsführung, automatische Nachbestellungen möglich
Nachteile: Hoher Verwaltungsaufwand, erfordert Lagersoftware

Eignet sich für: Größere Betriebe ab 20 Mitarbeitern, Betriebe mit großem Sortiment und hohem Durchsatz

Beispiel aus der Praxis:

Ein Elektrobetrieb mit zehn Monteuren nutzt ein Projekt- und Vorratslager. Standardartikel wie Kabel, Sicherungen, Dosen und Schrauben werden auf Vorrat gehalten. Für jedes Projekt gibt es einen eigenen Lagerbereich, in dem projektspezifisches Material (z.B. Schaltschränke, Leuchten) gelagert wird. Standardmaterial wird bei Entnahme per Barcode-Scanner erfasst. Projektmaterial wird beim Einkauf direkt dem Projekt zugeordnet. So weiß der Betrieb jederzeit, welches Material wo ist.

Wareneinsatz richtig erfassen und verbuchen

Der Wareneinsatz ist der Wert des Materials, das für Projekte verbraucht wurde. Die korrekte Erfassung ist wichtig für Kalkulation, Nachkalkulation und Buchhaltung.

Zwei Methoden der Wareneinsatzermittlung:

1. Kontinuierliche Bestandsführung (Skontrationsmethode)

Bei jeder Materialentnahme wird gebucht, welches Material in welcher Menge entnommen wurde. Der Wareneinsatz ergibt sich aus der Summe aller Entnahmen.

Formel: Wareneinsatz = Summe aller erfassten Materialentnahmen

Vorteil: Jederzeit aktueller Überblick über Wareneinsatz und Restbestände
Nachteil: Erfordert konsequente Erfassung jeder Entnahme

2. Inventurmethode

Der Wareneinsatz wird am Jahresende (oder monatlich) durch Inventur ermittelt.

Formel: Wareneinsatz = Anfangsbestand + Einkäufe - Endbestand

Beispiel: Anfangsbestand 15.000 Euro. Einkäufe im Jahr 80.000 Euro. Endbestand laut Inventur 12.000 Euro. Wareneinsatz = 15.000 + 80.000 - 12.000 = 83.000 Euro.

Vorteil: Geringer laufender Aufwand
Nachteil: Wareneinsatz erst am Jahresende bekannt, keine unterjährige Kontrolle, Schwund wird nicht sichtbar

Die richtige Buchung des Wareneinsatzes:

Bei Einkauf:

Wenn Du Material einkaufst, buchst Du es zunächst auf das Wareneingangskonto oder direkt als Aufwand.

Variante A: Einkauf auf Lagerkonto (bei Bestandsführung)
Buchungssatz:

  • Bestand Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (SKR03: 1200, SKR04: 1400) an Verbindlichkeiten aus Lieferungen (SKR03: 1600, SKR04: 3300)

Variante B: Einkauf direkt als Aufwand (ohne Bestandsführung)
Buchungssatz:

  • Waren (SKR03: 3400, SKR04: 5400) an Verbindlichkeiten aus Lieferungen

Bei Materialverbrauch (nur bei Bestandsführung):

Wenn Material verbraucht wird, buchst Du es vom Lagerkonto auf das Aufwandskonto.

Buchungssatz:

  • Wareneinsatz (SKR03: 3200, SKR04: 5200) an Bestand Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (SKR03: 1200, SKR04: 1400)

Projektbezogene Buchung:

Größere Betriebe buchen den Wareneinsatz direkt auf Projektkonten, um später eine genaue Nachkalkulation zu ermöglichen.

Beispiel aus der Praxis:

Ein SHK-Betrieb kauft Rohre für 2.500 Euro. Die Rechnung wird gebucht: Bestand Materialien 2.500 Euro an Verbindlichkeiten 2.500 Euro. Im Laufe des Monats werden Rohre im Wert von 1.800 Euro für verschiedene Projekte entnommen. Buchung: Wareneinsatz 1.800 Euro an Bestand Materialien 1.800 Euro. Am Monatsende hat das Lager noch Rohre im Wert von 700 Euro. Dieser Wert stimmt mit dem Buchbestand überein.

Bestandsführung und Inventur: So behältst Du den Überblick

Ohne regelmäßige Inventur weißt Du nicht, ob Deine Buchbestände mit den tatsächlichen Beständen übereinstimmen.

Die drei Arten der Inventur:

1. Stichtagsinventur

Einmal im Jahr (meist zum 31.12.) wird das komplette Lager gezählt. Das ist gesetzlich vorgeschrieben für die Bilanz.

Vorgehen: Alle Arbeiten werden gestoppt, jedes Material wird gezählt, gewogen oder gemessen. Die Ergebnisse werden dokumentiert.

Vorteil: Erfüllt gesetzliche Anforderungen
Nachteil: Sehr aufwendig, Betrieb muss pausieren

2. Permanente Inventur

Die Inventur wird über das Jahr verteilt. Jeden Monat wird ein Teil des Lagers gezählt, sodass bis Jahresende alles einmal erfasst wurde.

Vorgehen: Lager in Bereiche aufteilen, monatlich einen Bereich zählen und mit Buchbestand vergleichen

Vorteil: Weniger Aufwand auf einmal, laufende Kontrolle
Nachteil: Erfordert gute Organisation und Dokumentation

3. Stichprobeninventur

Bei sehr großen Lagern mit vielen gleichartigen Artikeln werden Stichproben gezählt und hochgerechnet.

Vorgehen: Repräsentative Stichproben ziehen, zählen und statistisch hochrechnen

Vorteil: Geringerer Aufwand bei großen Sortimenten
Nachteil: Nur bei sehr großen Lagern zulässig, statistische Kenntnisse erforderlich

Inventurdifferenzen richtig behandeln:

Wenn der tatsächliche Bestand vom Buchbestand abweicht, gibt es zwei Möglichkeiten:

Mehr im Lager als gebucht (selten): Nachbuchung als Bestandserhöhung
Buchungssatz: Bestand Materialien an Sonstige betriebliche Erträge (SKR03: 2730, SKR04: 4850)

Weniger im Lager als gebucht (häufig = Schwund): Bestandsminderung
Buchungssatz: Verlust aus Abgang Anlagevermögen (SKR03: 2161, SKR04: 4280) oder Wareneinsatz an Bestand Materialien

Wie Du Schwund minimierst:

  • Regelmäßige Bestandskontrollen: Je öfter Du zählst, desto schneller fallen Abweichungen auf
  • Zugangskontrolle: Nur autorisierte Personen dürfen ins Lager
  • Dokumentationspflicht: Jede Entnahme muss erfasst werden
  • Ordnung und Sauberkeit: Chaotische Lager fördern Schwund

Beispiel aus der Praxis:

Ein Malerbetrieb führt eine Stichtagsinventur durch. Laut Buchhaltung sollten Farben im Wert von 8.500 Euro im Lager sein. Bei der Zählung wird nur Ware im Wert von 7.900 Euro gefunden. Differenz: 600 Euro. Ursachen: Ein Teil wurde entnommen, aber nicht gebucht. Zwei Eimer Farbe sind eingetrocknet und wurden entsorgt. Die Differenz wird als Schwund gebucht: Wareneinsatz 600 Euro an Bestand Materialien 600 Euro.

Einkaufsoptimierung: Materialkosten senken ohne Qualitätsverlust

Materialkosten machen oft 30 bis 40 Prozent vom Umsatz aus. Schon kleine Einsparungen haben große Wirkung.

Strategie 1: Mengenrabatte nutzen

Kaufe häufig benötigtes Standardmaterial in größeren Mengen. Viele Großhändler gewähren ab bestimmten Abnahmemengen deutliche Rabatte.

Achtung: Nicht zu viel kaufen. Zu hohe Lagerbestände binden Kapital und verursachen Lagerkosten.

Faustregel: Kaufe so viel, dass Du zwei bis drei Monate damit auskommst.

Strategie 2: Lieferantenvergleich

Vergleiche regelmäßig die Preise verschiedener Lieferanten. Auch bei Stammlieferanten lohnt es sich, Angebote einzuholen.

Tipp: Nutze Online-Großhandelsplattformen, die Preise vergleichen (z.B. Mercateo für Elektro und Haustechnik).

Strategie 3: Rahmenverträge verhandeln

Vereinbare mit Hauptlieferanten Jahresrahmenverträge mit festen Konditionen. Bei garantierter Abnahmemenge bekommst Du bessere Preise.

Strategie 4: Eigenmarken und Alternativen prüfen

Nicht immer muss es die Marke sein. Für viele Artikel gibt es gleichwertige Alternativen zu deutlich günstigeren Preisen.

Achtung: Bei sicherheitsrelevanten Produkten (z.B. Elektrik) keine Kompromisse bei der Qualität.

Strategie 5: Retouren und Verschnitt minimieren

Jede Rücksendung kostet Zeit und Geld. Plane den Materialbedarf genau, um Überbestellungen zu vermeiden.

Tipp: Führe für häufige Projekte Materiallisten, die Du immer wieder nutzen kannst.

Strategie 6: ABC-Analyse für Lageroptimierung

Teile Dein Material in drei Kategorien:

  • A-Artikel: Hoher Wert, regelmäßiger Bedarf → enge Kontrolle, Optimierung
  • B-Artikel: Mittlerer Wert und Bedarf → normale Kontrolle
  • C-Artikel: Niedriger Wert, unregelmäßiger Bedarf → einfache Verwaltung

Konzentriere Deine Optimierungsbemühungen auf A-Artikel, dort ist das Einsparpotenzial am größten.

Beispiel aus der Praxis:

Ein Trockenbaubetrieb analysiert seine Materialkosten. Er stellt fest, dass Gipsplatten und Ständerwerk (A-Artikel) 60 Prozent des Materialwerts ausmachen. Er verhandelt mit seinem Hauptlieferanten einen Rahmenvertrag: Bei garantierter Abnahme von 500 Quadratmetern pro Monat erhält er 8 Prozent Rabatt. Bei Kleinteilen wie Schrauben (C-Artikel) kauft er größere Gebinde, spart aber pro Jahr nur 200 Euro. Fokus auf A-Artikel bringt 4.000 Euro Einsparung pro Jahr.

Typische Fehler bei Lager und Wareneinsatz und wie Du sie vermeidest

Viele Betriebe machen bei Lager und Wareneinsatz vermeidbare Fehler.

Fehler 1: Keine Erfassung von Materialentnahmen

  • Problem: Material wird aus dem Lager genommen, aber nicht dokumentiert. Du weißt nicht, welches Projekt wie viel Material verbraucht hat.
  • Lösung: Führe Entnahmescheine ein. Jede Entnahme wird notiert: Was, wie viel, für welches Projekt, von wem. Digital geht das schneller als auf Papier.

Fehler 2: Privates und Betriebsmaterial vermischt

  • Problem: Im Lager liegen auch private Dinge oder Material, das nicht zum Betrieb gehört. Bei der Inventur entstehen Differenzen.
  • Lösung: Trenne strikt betriebliches von privatem Material. Privatentnahmen müssen als Eigenverbrauch erfasst werden.

Fehler 3: Zu hohe Lagerbestände

  • Problem: Du kaufst zu viel auf Vorrat. Das Lager ist voll, aber Du brauchst das Material nicht. Kapital ist gebunden, Liquidität fehlt.
  • Lösung: Führe eine Bedarfsplanung ein. Kaufe nur, was Du in absehbarer Zeit brauchst. Nutze Just-in-Time-Lieferungen für Projektmaterial.

Fehler 4: Keine regelmäßige Inventur

  • Problem: Einmal im Jahr Stichtagsinventur, dazwischen keine Kontrolle. Schwund fällt erst am Jahresende auf.
  • Lösung: Führe permanente Inventur ein. Zähle monatlich einen Teil des Lagers. So erkennst Du Probleme frühzeitig.

Fehler 5: Falsche Bewertung des Lagerbestands

  • Problem: Material wird zum Einkaufspreis bewertet, obwohl Rabatte oder Skonti gewährt wurden. Die Bewertung stimmt nicht.
  • Lösung: Bewerte Lagerbestände zum tatsächlichen Anschaffungspreis (nach Abzug von Rabatten und Skonti). Nutze eine durchschnittliche Bewertungsmethode oder FIFO (First In, First Out).

Fehler 6: Altbestände nicht aussortiert

  • Problem: Material liegt jahrelang im Lager, wird nie verbaut, veraltet oder wird unbrauchbar (z.B. eingetrocknete Farbe).
  • Lösung: Führe regelmäßig eine Lagerbereinigung durch. Sortiere Altbestände aus, versuche sie noch zu verwenden oder entsorge sie. Buche den Wert ab.

Fehler 7: Material wird nicht projektbezogen zugeordnet

  • Problem: Alles landet auf einem Konto "Wareneinsatz", Du kannst nicht nachvollziehen, welches Projekt wie viel Material verbraucht hat. Die Nachkalkulation ist unmöglich.
  • Lösung: Ordne Material bei Entnahme direkt dem Projekt zu. Nutze eine Handwerkersoftware, die Projektkalkulation unterstützt.

Integration von Projektmanagement und Lagerverwaltung

Eine effiziente Materialwirtschaft verbindet Projektplanung, Lagerhaltung und Buchhaltung.

Die Herausforderung: Verschiedene Systeme verbinden

Viele Handwerksbetriebe nutzen mehrere Systeme:

  • Projektmanagement-Software für Aufträge und Kalkulation
  • Lagerverwaltungssoftware für Bestände
  • Buchhaltungssoftware für Finanzen

Wenn diese Systeme nicht miteinander kommunizieren, entsteht Doppelarbeit und Fehler.

Was eine integrierte Lösung können sollte:

1. Materialplanung aus der Kalkulation

Schon bei der Kalkulation wird festgelegt, welches Material für das Projekt benötigt wird. Diese Liste wird automatisch zur Einkaufsliste.

2. Automatische Materialreservierung

Wenn ein Auftrag bestätigt wird, wird das Material automatisch für dieses Projekt reserviert. So weißt Du, welches Material verfügbar ist und was nachbestellt werden muss.

3. Verbrauchserfassung vor Ort

Monteure können per App erfassen, welches Material sie verbraucht haben. Das wird automatisch dem Projekt zugeordnet und vom Lagerbestand abgezogen.

4. Automatische Nachbestellung

Wenn ein Mindestbestand unterschritten wird, generiert das System automatisch eine Bestellanforderung.

5. Schnittstelle zur Buchhaltung

Alle Materialbewegungen werden automatisch an die Buchhaltungssoftware übertragen. So stimmen Lagerbestand und Buchbestand immer überein.

Was kann ToolTime:

  • Materialplanung in der Kalkulation: Du kannst bei der Angebotserstellung Material auflisten und kalkulieren – inkl. Großhändler-Schnittstelle und tagesaktueller Preise.
  • Materialverbrauch pro Projekt erfassen: Monteure können dokumentieren, welches Material sie auf der Baustelle verbraucht haben.
  • Nachkalkulation mit Materialverbrauch: Nach Projektabschluss siehst Du, wie viel Material tatsächlich verbraucht wurde.
  • Integration mit Buchhaltungssoftware: Materialdaten werden an Lexware, DATEV oder andere Systeme übertragen.
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Fazit

Saubere Lagerhaltung und korrekte Verbuchung des Wareneinsatzes sind keine Nebensache, sondern essentiell für die Profitabilität Deines Handwerksbetriebs. Ein strukturiertes Lagersystem hilft Dir, den Überblick zu behalten und Material gezielt einzusetzen. Die richtige Erfassung und Buchung des Wareneinsatzes sorgt dafür, dass Deine Kalkulation stimmt und Du weißt, was jedes Projekt wirklich kostet. 

Regelmäßige Inventuren decken Schwund auf und halten Buchhaltung und Realität im Einklang. Durch cleveren Einkauf mit Mengenrabatten, Rahmenverträgen und Lieferantenvergleich senkst Du Deine Materialkosten deutlich. Die Integration von Projektmanagement und Lagerverwaltung ist der Schlüssel zur Effizienz: Material wird vom Angebot über den Verbrauch bis zur Buchung durchgängig erfasst. 

Während Projektmanagement-Tools wie ToolTime Dir helfen, den Materialverbrauch pro Projekt zu dokumentieren, brauchst Du für eine vollständige Lagerverwaltung spezialisierte Software. Entscheidend ist, dass alle Systeme zusammenspielen und Du jederzeit den Überblick behältst.

FAQs

Braucht jeder Handwerksbetrieb eine Lagerverwaltungssoftware?

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Nein, nicht jeder Betrieb braucht eine spezialisierte Lagersoftware. Kleine Betriebe mit wenig Lagerhaltung kommen oft mit einfachen Excel-Listen oder der Materialerfassung in ihrer Projektmanagement-Software aus. Ab etwa 10 Mitarbeitern oder bei großem Materialsortiment lohnt sich eine spezialisierte Lösung. Wichtig ist, dass Du Materialverbrauch projektbezogen erfassen kannst.

Wie oft sollte ich Inventur machen?

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Gesetzlich ist eine Stichtagsinventur zum Jahresende vorgeschrieben. Für Dein Controlling ist es aber sinnvoller, permanente Inventur zu machen: Jeden Monat einen Teil des Lagers zählen. So hast Du kontinuierlich Kontrolle und erkennst Probleme frühzeitig. Bei kritischen oder hochpreisigen Artikeln lohnt sich sogar eine monatliche Kontrolle.

Was mache ich mit Material, das Jahre im Lager liegt?

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Altbestände solltest Du regelmäßig aussortieren. Prüfe: Kann das Material noch verwendet werden? Wenn ja, plane es gezielt für ein Projekt ein, notfalls mit Rabatt an den Kunden. Wenn nein (z.B. eingetrocknete Farbe, veraltete Technik), entsorge es und buche den Wert ab. Totes Material bindet nur Kapital und verstellt das Lager.

Wie bewerte ich mein Lagermaterial richtig?

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Bewerte Material zu Anschaffungskosten, also dem Preis, den Du tatsächlich bezahlt hast (nach Abzug von Rabatten und Skonti). Bei schwankenden Preisen nutze die Durchschnittsmethode: Berechne den durchschnittlichen Einkaufspreis aller gleichartigen Artikel. Alternativ kannst Du FIFO (First In, First Out) verwenden: Das zuerst gekaufte Material wird zuerst verbraucht.

Kann ich Material von einem Projekt auf ein anderes umbuchen?

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Ja, das ist möglich und sogar sinnvoll. Wenn Du für Projekt A Material gekauft hast, es aber nicht komplett brauchst, kannst Du den Rest für Projekt B verwenden. Wichtig ist, dass Du diese Umbuchung dokumentierst. So bleibt die Nachkalkulation für beide Projekte korrekt. In der Buchhaltung wird das Material vom Projekt A abgebucht und dem Projekt B zugebucht.

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